Karin in Peru

Freitag, 24.08.2012 Salsa und Shopping

Hallo ihr Lieben alle!
Mir geht es richtig gut! Die jungen Leute in der Schule sind sehr nett. Sie lernen hier ca 4Wochen Spanisch und machen dann irgendwo in Peru einen Freiwilligen Dienst in einem sozialen Projekt. Gestern war Salsa Time!
2 professionelle Lehrer tanzten mit uns Salsa. Es ging richtig schnell ab, mehrere Figuren und ein Formationstanz im Kreis, bei der die Frauen im Kreis von einem Partner zum anderen wanderten und alles richtig schnell. Zum erstenmal, dass ich die Hoehe merkte und total ausser Atem war. Es hat richtig Spass gemacht! Wenn ich jede Woche teilnehme, werde ich noch zum Salsaprofi!
Heute waren wir mit zwei Schulgruppen (ca 10 Personen) essen, Cebiche, ein Nationalgericht. Es ist roher Fisch, mariniert in Limonensaft. Wir hatten die Edelversion Fisch und Meeresfruechte, dort wo es am besten von Cusco schmecken soll. Sehr lecker, haette man als Tourist nie gefunden, und waere man auch nicht unbedingt hineingegangen, ein ganz einfaches Gartenlokal mit Plastikhockern
Heute nachmittag schlenderte ich dann wieder durch Cusco und habe richtig Geld ausgegeben: einen Alpakapullover, eine bunte Baumwollhose (regenbogenfarben- die Farben der Inkas), Muetze, Schal und eine Kette und natuerlich die Schuhe putzen lassen! Das kostete mich dann 180 Soles ca 60 Euros. Ich muss aufpassen, nicht zu viel zu kaufen, mein Gepaeck war ja schon am Limit. Die schoenen Pullover, Schals Taschen usw. fuehren mich schon in Versuchung, im Gegensatz zum Schmuck. Die Stadt ist so malerisch mit ihrem grossen Anteil an andiner Bevoelkerung. Manchmal ist es auch sehr touristisch aber trotzdem schoen!!!!  Man wird halt immer von Strassenhaendlern angesprochen, aber sie sind nicht so aufdringlich. Sie interessieren sich woher man kommt und sie sind sehr freundlich. man kann immer ein Gespraech fuehren, auch wenn man nichts kauft.  Ich bin ueberrascht wie gut ich die Menschen verstehe. Sie reden nicht sehr schnell und auch keinen Dialekt. Es geht mir so gut, ich kann mich einfach so treiben lassen und habe so viel Zeit, alles in Ruhe zu geniessen.  Heute ist erst eine Woche seit meiner Abreise vergangen, es kommt mir schon viel laenger vor.
alles aus Alpakawolle Silberschmuck-Motive der Inkas Plaza de las Armas 3300 m Ueber dem Meer von Bergen umrahmt Cusco von obenWochenende!! Carmela schickte mich auf den Mercado Negro, den Schwarzmarkt(????). Es gibt alles zu kaufen, Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Technik, Haushaltssachen und es ist unglaublich mit welchen Geruechen, Farben und Geraeuschen man ueberflutet wird. Ich habe DVDs und Spiele fuer Juan Carlos (5) und Alejandra (8) gekauft: Scrabble, Uno, und Rummikub. Mal sehen, ob ich ihnen die Spiele erklaeren kann, und ob sie Lust zum Spielen haben??? Hier wo ich wohne findet man das andere Cusco, unverputzte, unvollstaendige Haeuser, ein Chaos von Stromleitungen. es erinnert mich stark an Indien. Die "Indios" sind in der Regel sehr arm. Entweder sie ernaehren sich muehsam von der Landwirtschaft, oder sie versuchen ihre handwerklichen Produkte den Touristen zu verkaufen. Die Alpakasachen sind auch sehr schoen, aber es gibt so unendlich viele Staende, Maerkte und  Verkaufshallen, so viele Touristen koennen gar nicht kommen, dass jeder etwas verkauft. Ein weiterer Erwerbszweig sind die vielen Taxis und Kleinbusse, in die gnadenlos alles hineingepfercht wird. Pasa, pasa,pasa,pasa,.......... Dafuer  gibt es im ganzen Stadtgebiet Einheitspreise: Taxi 1Euro und Bus 20 Cent. Einen Fahrplan oder ein bestimmtes Ticket gibt es nicht. Manchmal steigen dann noch Strassenmusikanten ein und bringen ein Staendchen es ist unglaublich.
1500 Sorten Kartoffeln! Schafskoepfe ein ganzes Schwein? das andere Cusco

Heute am Sonntag schauten wir auf dem Hauptplatz in Cusco  einem Umzug zu. Nachdem 2 Stunden offizielle Vertreter von Schulen im Anzug und  im Stechschritt an uns vorbeimaschiert sind, habe ich mich ins Internet Cafe abgesetzt. Als ich zur Plaza de las Armas zurueckkehrte waren dann endlich Kindergruppen an der Reihe. Sie hatten folkloristische Kostueme an und fuehrten Taenze auf, die das doerfliche Leben, aber auch viele kriegerischen Szenen zeigten. Dabei fiel mir auf, dass ausschliesslichen Jungen teilnahmen. Ich machte viele Fotos und auch die Zuschauer waren sehr malerisch. Viele andine Grossfamilien in ihrer bunten Kleidung und mit Kleinkindern auf den Ruecken. Sie schrien jedesmal aufgeregt, wenn sie ihre teilnehmenden Kinder erkannten und feuerten sie lauthals an. Da die peruanische Floeten- und Trommelmusik auch sehr laut uebertragen wurde, war es ein ohrenbetaeubender Laerm. Irgendwann fluechtete ich dann nach Hause!

Jede Region hat ihre eigene Tracht kriegerische Taenze es geht steil bergauf

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Dienstag, 14.08.2012 In der Spachschule

Nun hat auch mein Unterricht begonnen. Von 9.10 bis 10.50, dann 20min Pause und dann noch einmal von 11.10 bis 12,50. Ich bin in einer Gruppe mit 5 jungen Praktikanten. Im Moment machen wir einen Schnelldurchlauf durch die Grammatik. Fuer mich ist es Wiederholung, aber fuer die anderen ist es neu. Sie tun mir etwas leid, aber fuer die jungen Leute ist es ja einfacher. Mir ist es im Moment etwas zu Grammatiklastig und zu wenig Konversation. Aber dafuer habe ich in der Familie viel Moeglichkeiten zu reden. Carmela ihre Haushaltshilfe und deren drei Kinder (17,8, und 5). Heute wurde mir auch meine Tandempartnerin Elena vorgestellt (ca. um die 30?). Sie war mir sehr sympatisch und wir werden uns die naechsten 3 Monate verabreden, Cusco erkunden und dabei abwechselnd Spanisch und Deutsch reden. Ansonsten bin ich schon vorwiegend von jungen Menschen umgeben, aber alle sind sehr nett. Eine Frau um die 40 macht dasselbe Programm wie ich

unsere Schule meine Gruppe Abenteuer Busfahrt lecker!!!

Die Temperaturunterschiede von Tag (20C bis 30C) zu Nacht (5C) sind gross und man ist sich staendig am an- und ausziehen. Vor allem in alten Haeusern, wie in der Schule sind die Raeume wie im Eiskeller, auf der Terrasse muss man in der Sonne aufpassen, keinen Sonnenstich zu bekommen. Auch nachts im Bett bin ich sehr warm angezogen, mit 3 Wolldecken ueber mir. Das Dach unserer Gaestezimmer  besteht aus Kunststoffplatten, also nicht isoliert. Aber kaelter als 10c war es noch nicht. Da habe ich durch meine Campingerfahrung ja ein gutes Training!

unser Haus mit Dachterrasse mein Zimmer der Geburtstagsbraten! Carmela

Bisher habe ich noch viel geruht, aber langsam fange ich an meine Aktivitaeten zu planen. Die Verkehrsmittel sind sehr chaotisch, viele kleine Busse vollgestopft mit Menschen, aber fuer mich nicht klar wohin die Reise geht. Beim ersten Mal fuhr der Bus mit offenen Tueren in einem Affenzahn an, ich hatte richtig Angst herauszufallen. Als Alternative gibt es viele Taxis, die zu einem Einheitspreis von 3 Soles (weniger als 1Euro) durch Cusco fahren. Einen ersten Stadtbummel durch das historische Zentrum von Cusco habe ich schon gemacht. Die Spanier haben alles niedergerissen ihre Bauten auf die alten Inkatempel drauf gebaut. Man muss sich also auf die Spurensuche nach den beruehmten Mauern der Inka machen. Ansonsten ist das Zentrum von Cusco sehr malerisch sowohl in Bezug auf die Haeuser als auch auf die einheimischen Bewohner in ihren farbenfrohen, traditionellen Gewaendern. Und natuerlich gibt es Geschaefte und Maerkte an allen Ecken und Enden und Strassenhaendler und Schuhputzer,die sich auf die Touristen stuerzen. Ich bin so froh, dass ich so viel Zeit habe alles in Ruhe zu erkunden und nicht alles in einer Woche abhaken muss

Gestern feierten wir den 69. Geburtstag von Carmelas Bruder ca 20 Personen, ein Teil der Verwandtschaft und wir natuerlich. Es gab einen super leckeren Lammbraten und spaeter wurde getanzt. Alle waren sehr nett und bezogen uns in die Gespraeche mit ein, so dass es wirklich viel Gelegenheit zum Sprechen gibt. Und die Verstaendigung klappt auch erstaunlich gut auch bei allgemeineren Themen z.B. ueber die Inkageschichte. Sie machten uns auch Komplimente, wie gut wir tanzen wuerden, dass waere fuer Deutsche doch sehr erstaunlich?????

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Sonntag, 12.08.2012 Ankunft in Peru

Ueber Amsterdam geht es im Direktflug bis nach Lima. Immer nach Westen und es wird nicht dunkel. Um 18.00Uhr Ortszeit komme ich an, da ist es in Deutschland schon 1.00Uhr. Ich lebe jetzt 7 Stunden hinter euch, mit der Zeitumstellung sind es nur noch 6. Alles klappt gut und am naechsten Morgen, meinem Geburtstag sitze ich wieder im Flieger nach Cusco. Es ist eine kleine Maschine, die nicht so hoch fliegt und der einstuendige Flug ueber die Anden ist traumhaft. Am Flughafen holt mich Carmela ab, bei der ich wohne und sie ist so lieb und herzlich, dass ich mich sofort wohlfuehle. Neben mir wohnen noch vier andere Sprachschueler von ACUPARI bei ihr (alles Deutsche) und so sitzen wir wie eine grosse Familie am Esstisch. Mit Carmela reden wir dann aber alle unterschiedlich gut Spanisch!Mein Zimmer ist auch sehr nett. Einfach, sauber, aber mit eigener Dusche und Toilette.--Heute am Sonntag kaufe ich mit Carmela in der Markthalle nahe unserem Haus ein. Ein Erlebnis! Hier werden Rind, Schwein, Lamm frisch zersaegt, zerlegt und verkauft. Gemuese und Obst unzaehlige Kartoffelsorten und Mais in allen Farben. Peru hat die beste Kueche der Welt sagen die Peruaner und viele Gespraeche drehen sich ums Kochen. Nun fahre ich das erstemal allein ins Zentrum von Cusco geimpft mit tausend Ratschlaegen. Da es die touristischste Stadt von Peru ist, tummeln sich die Diebe hier und man sitzt oder steht dicht gedraengt in den kleinen Bussen "collectivos". Ich schreibe hier in einem Internetcafe und es ist etwas nervig ohne unsere Umlaute auf der Tastatur. Ich habe mich ueber euere Eintraege, Glueckwuensche und E-Mails gefreut. Adios, hasta pronto y muchos besos de Karin

Ueber den Anden

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Donnerstag, 09.08.2012 Abschied aus Deutschland

Am Wochenende haben wir bei einer Kanutour mit der Familie Abschied gefeiert. Alles ist gepackt, heute ist nun mein letzter Tag zu Hause. Ich sehe aus dem Fenster und alles blüht wunderschön. Wenn ich wiederkomme ist Winter. Vorhin noch Apfelmus gekocht, morgen dann in Lima! Alles ist so unwirklich. Ich freue mich sehr, bin aber auch sehr aufgeregt. Das Telefon schellt ständig und immer heißt es abschied nehmen. Adios y hasta luego a Peru!

 

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Freitag, 03.08.2012 Bald geht es los

In einer Woche geht es los, die Sachen sind aber noch nicht gepackt. Am Wochenende wird aber schon mit der Familie Abschied gefeiert. Weinend

 

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